Religion

Am Wolkenberg-Gymnasium wird Evangelischer Religionsunterricht erteilt. Er ist im Stundenplan parallel zu LER gesteckt. Die Schüler/innen müssen sich für eines der beiden Fächer entscheiden. Sie können zu Beginn eines neuen Schuljahres jeweils neu zwischen Ev. Religion und LER wählen.
Jede/r Schüler/in kann am Ev. Religionsunterricht teilnehmen. Es spielt keine Rolle, ob er/sie einer Kirche bzw. Religionsgemeinschaft angehört oder nicht.
Die Schule hat die Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern Wissen, Klärung und Orientierung in allen wesentlichen Lebensbereichen zu eröffnen. Deshalb ist Religionsunterricht auch für Kinder und Jugendliche wichtig, die selbst nicht glauben oder andere religiöse Überzeugungen vertreten, als ihnen im Evangelischen Religionsunterricht begegnen. Mit dem Religionsunterricht verbinden sich vier Bildungsaufgaben: 

Die Welt verstehen: 

Unsere Lebenswelt ist durch die Bibel und die Traditionen des Christentums und anderer Religionen geprägt - in Literatur, bildender Kunst, Musik und Architektur, im Rhythmus des Kalenders und im Recht, in Werbung und Medien. Religionsunterricht erschließt religiöse Sprache und Symbole und macht mit den Ursprüngen von Festen und Gebräuchen der Weltreligionen vertraut. Was Schülerinnen und Schüler über Religionen, Kulturen und deren Geschichte lernen, hilft ihnen, sich in unserer Welt zu orientieren.

Nach Sinn fragen: 

Es gehört zum Menschsein, über Alltägliches hinaus zu fragen: Woher komme ich? Wozu lebe ich? Wohin gehe ich? Das sind Fragen ohne einfache Antwort. Religionsunterricht hilft, sie zu bedenken. Dabei können die Menschheitserfahrungen in den alten Texten und Erzählungen der Bibel lebendig werden, wenn Schülerinnen und Schüler sich mit ihnen auseinandersetzen. Es befähigt sie zu verantwortlichem Leben - in der eigenen Lebensgestaltung und im Zusammenleben mit anderen.

Über Glauben nachdenken: 

Menschen bekennen sich zu Gott - in vielen Religionen. Aber wo ist Gott? Warum verhindert er Unglück nicht? Im Religionsunterricht erfahren Schülerinnen und Schüler davon, wie Menschen nach Gott suchen oder ihn leugnen und auf welche Weise der Gottesglaube den menschlichen Allmachtsphantasien entgegensteht. Sie denken über Glück und Verantwortung, über Zweifel und Grenzen nach und lernen, gelebter Religion mit Toleranz und Respekt zu begegnen.

Für Menschenwürde eintreten: 

In einer Erfolgsgesellschaft zählt vor allem Leistung; doch viele geraten an den Rand oder leben im Schatten des Wohlstands. Aber die Würde des Menschen ist nicht von seiner Leistung abhängig! Religionsunterricht macht empfindsam für das Leid anderer und schärft den Blick für Benachteiligungen und Unrecht - im eigenen Lebensumfeld und weltweit. Er zeigt Möglichkeiten für persönliche Hilfsbereitschaft und die Förderung von Gerechtigkeit.

Evangelischer Religionsunterricht trägt zur Verwirklichung von Religionsfreiheit in der Schule bei. In den verschiedenen Gebieten der EKBO wird Religionsunterricht in unterschiedlicher rechtlicher und organisatorischer Gestalt erteilt. Das bestimmt auch Form und Umfang der kirchlichen Beteiligung am Religionsunterricht.
 

Lehrplan

Für die Jahrgangsstufen 1 bis 10 (Grundstufe und Sek.I ) gilt der Rahmenlehrplan aus dem Jahr 2007. Als PDF-Dokument ist er hier zu finden.

Religionslehrer/in

Seit 2010 ist Frau Anne Voß Religionslehrerin am Wolkenberg-Gymnasium. Sie ist evangelische Pfarrerin.
Zur Zeit unterricht auch Herr Jens Kramer einige Stunden Ev. Religion.