Schüler des Wolkenberg-Gymnasiums als Ballonpaten der LICHTGRENZE


Anlässlich des 25jährigen Mauerfall-Jubiläums am 9. November 2014 hatte die Stadt Berlin ein besonderes Ereignis geplant: Entlang eines 15 km langen Stückes der ehemaligen Mauer zwischen Ost- und Westberlin wurde eine Grenze aus Luftballonlampen aufgestellt. Jeder dieser Lampen wurde ein Ballonpate zugeordnet, der für diesen verantwortlich war. Zusätzlich entstanden überall an der Lichtgrenze Bühnen, Stände oder Info-Tafeln, damit die Besucher mehr über den Mauerfall und die Ost-Westteilung erfahren konnten.
Auch wir, die Religionsschüler/innen der 9d, haben als Ballonpaten an der Jubiläumsfeier teilgenommen und ein Projekt erarbeitet.
Ohne Vorkenntnisse ging das natürlich nicht. So lernten wir zunächst etwas über die deutsche Teilung und bereiteten dann unsere Aktion vor. Es gab skurrile Ideen: z.B. eine artistische Menschenkette (von uns erstellt), die von Passanten umgeschubst werden sollte. Schließlich fand die Idee, mit übereinandergestapelten Ost-/West-Kuchen eine Mauer darzustellen, die man weg essen sollte (zur Darstellung des Mauerfalls) die meisten Stimmen und so wurde dieser Vorschlag umgesetzt. Als Ergänzung boten wir Trödel aus Ost und West an. Damit die Sache rund wurde, kamen wir auf die Idee, den Kuchen und die Trödelsachen gegen Spende anzubieten. Wir beschlossen, die Spenden dem Flüchtlingswerk der UN zu geben zur Hilfe gegen Ebola in Liberia u.a..
Außerdem gab es als Teil der Aktion eine eigene Website (http://fallofthewall25.de), auf der alle Ballonpaten mit von ihnen erstellten Nachrichten und Botschaften aufgelistet wurden (z.T. unter Pseudonym).


Auch Schüler/innen der Klassen 9a, 9b und 9c haben an der LICHTGRENZE teilgenommen. Die Gruppe aus der 9a hatte sich ein Mauerquiz ausgedacht: Passanten, die eine Frage richtig beantworteten, durften ein Stück Mauer aus einem großen Mauerbild ausschneiden. Hinter dem Bild der Mauer war ein Bild, das viele Menschen zeigte, die 1989 die Mauer überwunden hatten. Je mehr richtige Fragen beantwortet waren, je größer wurde das Bild vom Fall der Mauer.
Die Religionsschüler7innen der 9b sprachen ebenfalls Passanten an, um ihnen Fragen zu stellen. Die Gruppe hatte eine Wand aufgebaut, die aus einzelnen grauen Mauersteinen aus Kartons bestand. Für jede richtig beantwortete Frage wurde ein Mauerstein umgedreht, so dass nach und nach ein buntes Regenbogenbild entstand.
(Zur Aktion der Gruppe aus der Klasse 9c siehe eigener Bericht)
Am entscheidenden Tag des 9. Novembers fuhren wir nachmittags mit einem Bus nach Berlin. Dort angekommen suchten wir erst einmal unser Ballons, die die Nummern S 2174 – S 2211 hatten. Unser Standort war der Bethaniendamm vor der Schillingbrücke.Insgesamt waren wir 42 Schüler/innen des Wolkenberg-Gymnasiums, die an der Aktion in Berlin teilnahmen.
Nachdem wir unseren Stand aufgebaut hatten, gingen unsere Kuchen weg wie warme Semmeln.
Bei der Anmeldung und Einweisung in die St. Thomaskirche durfte jeder an einem Dummyballon das Lösen der Ballons ausprobieren.
Gegen 19.30 Uhr waren so viele Menschen in Berlin unterwegs. Insgesamt nahmen 2 Millionen an den Feierlichkeiten teil, darunter Chinesen, Franzosen, Amerikaner usw. Und dann ging es los:
Vom Brandenburger Tor aus starteten die beleuchteten Ballons in beide Richtungen auf einer insgesamt 15 km langen Strecke. Als wir unsere Ballons mit den Friedensbotschaften los ließen, jubelten alle Menschen um uns herum. Bei keinem von uns ging etwas schief.
Bei der Spendenaktion hatten wir mehr als erwartet eingenommen. Insgesamt sind 222,- € zusammengekommen!
Ich finde, dass es eine großartige Idee war, an der Aktion teilzunehmen und würde es jederzeit wieder tun.
(Noah für die 9d)

Zum 25. Jahrestag des Mauerfalls und der Grenzöffnung zwischen der DDR und der BRD am 9. November 1989 bereiteten wir uns im Religionsunterricht auf eine Ballonaktion vor, die von KULTUR-Projekte-Berlin organisiert wurde. Bei der Aktion wurden 8.000 leuchtende Ballons entlang der ehemaligen Grenze von der Bornholmer Straße bis zur Oberbaumbrücke in Berlin aufgestellt. Die Idee für die Ballongrenze hatten die Brüder Marc und Christopher Bauder.
Wir, die Schüler/innen der Religionsgruppe der 9c, entschieden uns, als Ballonpaten an dem Projekt LICHTGRENZE teilzunehmen und überlegten uns, den Fall der Mauer mit einer Projektaktion symbolisch darzustellen.
Wir färbten Kartons grau ein und stellten sie zu einem Stück Mauer auf. Dann schrieben wir Wörter auf die Kartons, die ausdrückten, wodurch Mauern zwischen Menschen entstehen wie zum Beispiel „Lügen, Verrat, Neid oder Konflikte“.
Als wir unsere Kartons dann an der Schillingbrücke aufbauten, sprachen wir Passanten an, auf von uns mitgebrachten Bällen Worte zu schreiben, die die Mauern zwischen Menschen überwinden können. Mit diesen Bällen konnten die Passanten dann die Mauer zu Fall bringen. Nach und nach füllten sich die Bälle mit Worten wie „Liebe, Neugier, Vertrauen oder Hoffnung“.  Sehr viele Passanten machten bei dieser Aktion mit und bei den Kindern war vor allem das Werfen sehr beliebt.
Gegen 19.00 Uhr startete dann nach einer Rede des Berliner Bürgermeisters Wowereit die LICHTGRENZE. Sie breitete sich nach Norden und nach Süden gleichzeitig aus. Nach und nach stiegen die Ballons in den Himmel. Nach 30 Minuten konnten wir dann unsere Ballons unter lautem Jubel loslassen. Es war ein toller Moment!
Ich fand es schön, an so einem bedeutenden Tag unserer deutschen Geschichte dabei gewesen zu sein.
(Lia für die 9c)